Vorsicht: SMS – Abzocke!

Herr Arno S. interessierte sich für ein Gewinnspiel, das in einer Zeitungsanzeige angepriesen wurde. Er dachte sich nichts Böses dabei, als er der Aufforderung in der Anzeige folgte, die dort angegebene Telefonnummer anzurufen, um weitere Details zu erfahren. Es meldete sich eine automatische Ansage, die ihm nicht gefiel und er legte wieder auf. Damit war für ihn die Sache abgehakt.

Vollkommen überrascht war Arno S., als er einige Tage später eine SMS erhielt, in der ihn ein in der Tschechoslowakei ansässiges Inkassobüro in scharfen Worten aufforderte, für in Anspruch genommene Dienste 96,00 € zu bezahlen und zwar umgehend, ansonsten würde von der Vollstreckung über die Kontenpfändung bis zum Schufa-Eintrag alles Mögliche passieren, auch der persönlicher Besuch eines Schuldeneintreibers wurde in Aussicht gestellt.

Was war passiert? Bei seinem Anruf auf die Anzeige hin, wurde seine Telefonnummer abgespeichert und dann zum Betrugsversuch genutzt. In unserem Fall verhinderte seine Schwiegertochter, dass Herr S. auf die SMS reagierte und sich noch weiter in die Fänge der Betrüger begab.

Gerade ältere Menschen lassen sich von solchen Schreiben so sehr ängstigen, dass sie oft genug sofort den geforderten Betrag überweisen, ohne sich vorher – vielleicht aus Schamgefühl – jemandem anzuvertrauen.

Diese Vorgehensweise, mittels SMS über die persönlich-private Telefonnummer an die Opfer heranzutreten, ist neu und breitet sich zurzeit wie eine Seuche aus. Sie ist für die Betrüger recht praktisch und ökonomisch, weil sie keine Adressen und Telefonnummern mehr für ihre Drohbriefe benötigen.

Leider wird der einfache Ratschlag, auf keinen Fall auf solch dubiose Aufforderungen zu reagieren und sich sofort an die Polizei zu wenden bzw. die Verbraucherzentrale aufzusuchen, zu wenig befolgt.