Wildunfälle – wer trägt die Kosten für Bergung und Entsorgung?

Wildunfälle können jedem Autofahrer passieren – mit den Kosten für die Bergung des überfahrenen Tieres darf er jedoch nicht belastet werden. Dies stellte das Verwaltungsgericht Hannover in seinem Urteil vom 29.03.2017 fest (Az: 7A 5245/16 u.a.).

Nach Auffassung des Gerichts sei Bergung und Beseitigung des getöteten Tiers nicht Sache des Fahrers, sondern des örtlichen Jägers. Die Landesstraßenbaubehörde Niedersachsen hatte seit Ende 2016 damit begonnen, betroffenen Autofahrern die entsprechenden Kosten aufzuerlegen. Im vorliegenden Fall hatte der örtliche Jäger Bergung und Entsorgung des toten Wildes der Straßenbaubehörde in Rechnung gestellt, die ihrerseits diese Rechnung mit einem Bearbeitungsaufschlag an den betroffenen Fahrer weiterreichte. Der Autofahrer hatte dagegen geklagt und nun Recht bekommen.