Am Arbeitsplatz privat gesurft – fristlos gekündigt

Ein Mitarbeiter hatte seinen Arbeitscomputer an 5 von 30 Tagen während der Arbeitszeit ohne Genehmigung des Arbeitgebers zum privaten Surfen „mißbraucht“. Dies stellte sein Chef bei einer Kontrolle des Browserverlaufs fest. Dem Mitarbeiter wurde daraufhin fristlos gekündigt. Der Mitarbeiter widersprach der Kündigung mit der Begründung, dass seine personenbezogenen Daten ohne seine Einwilligung nicht hätten eingesehen werden dürfen. Das Gericht stellte jedoch fest, dass nach dem Bundesdatenschutzgesetz eine Speicherung und Auswertung des Browserverlaufs zur Missbrauchskontrolle ohne Einwilligung des Klägers durch seinen Vorgesetzten rechtens sei, wenn keine andere Möglichkeit bestünde, dessen unerlaubtes Verhalten zur Begründung der fristlosen Kündigung zu beweisen. Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg (Az. 5 Sa 657/15).